LBM 2010, die Zweite.

 Posted by at 17:00  Bericht, Event
Apr 032010
 

Dieser Beitrag wurde von Noctifer verfasst

Einen Bericht über Lesungen und vorgestellte Bücher findet ihr hier mit einem Beitrag von Eosphoros. Für die wunderbaren Bilder habe ich white-shark zu danken.

Nachdem ich seit Tagen vor einem leeren Formular sitze und mir überlege wie oder was ich am Besten schreibe, habe ich mich dazu entschlossen einen lediglich kurzen Eintrag zu verfassen.

Als Nicht-Cosplayer bin ich meist derjenige, der am Rand steht und die Rucksäcke und Taschen nachgeworfen bekommt, sobald ein interessierter Fotograf sich nähert die Pflichten eines Convention-Zivilisten wahr nimmt.

LBM

Weniger gefreut haben mich, muss ich gestehen, über diverse größere, um nicht zu sagen ausladendere Costüme, die bei der vollen Veranstaltung und dem Gedränge ein wenig unpraktisch auf arglose Messebesucher gewirkt haben. Bei der Connichi oder AnimagiC bewundere ich solche Kostüme, in den Hallen der LBM kann es jedoch zu einem dezent bissigen Kommentar meinerseits kommen, wenn ich zum x-ten Mal die Spitze eines Flügels im Auge habe. Ich möchte noch einmal betonen, auch für den Cosplayer, der mir ‚Engstirnigkeit‚ und ‚Spießigkeit‚ in weitestgehendem Sinne an den Kopf geworfen hat: Ich mag Cosplays. Wirklich. Ich finde Cosplays toll. Ich weiß auch handgearbeitete Flügel zu schätzen. Nur kann ich diese Flügel nicht bewundern, wenn deren Spitze gerade dabei ist mir ein Auge auszustechen.

Weitere verbale Entgleisungen, wie die einer junge Dame, die, weiß Cthulhu Gott warum, schrill kreischend die Treppe hoch und runter rannte, lasse ich gemeinhin unerwähnt. Mit schrill spiele ich auf die Penetranz, sowie die Lautstärke an, wie sie sonst nur ein Düsenflugzeug beim Start an den Tag legt. Ebenso möchte ich mich nicht erinnern nicht weiter auf visuelle Patzer, wie ein irritierender und nicht allzu magischer Ausblick auf Sailor Moons Unterwäsche, eingehen.

An dieser Stelle noch einmal einen herzlichen Dank an white-shark für die wunderbaren Fotos.

Bei der Unterhaltung mit einigen Cosplayern, mit denen ich befreundet bin und die ich an dieser Stelle herzlich grüßen möchte, waren die Meinungen zu Qualität und Vielfältigkeit eher durchwachsen. Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass die Anzahl der Cosplayer von Jahr zu Jahr wächst. Das ist, denke ich, im Grunde genommen eine gute Entwicklung, denn die Cosplayer machen für mich ebenfalls einen Teil des Charmes der LBM aus. Einige meiner Freunde sind jedoch der Meinung, dass die Qualität zum Teil in die unteren Sphären abgesackt ist. In Überzahl waren, wie schon bei den letztjährigen Veranstaltungen, Naruto-Cosplayer.

Die großen, exotischen Cosplays, bei denen man nur staunen kann wie der Cosplayer das wohl hinbekommen hat, sind natürlich mehr auf reinen Cosplay-Veranstaltung oder Manga-Anime-Convention zu bewundern. Oder bei der Frankfurter Buchmesse, bei der dieses Jahr das Finale der Deutschen-Cosplay-Meisterschaft stattfinden wird.

Ansonsten verweise ich darauf, dass Pensionen und Hotels zu Messezeiten unverschämte Preise verlangen Leipzig nicht nur zur Messezeit einen Besuch wert ist. Der Coffee Culture Charme dieser Stadt ist wirklich wunderbar.

Entspannende Feiertage wünsche ich, auf dass euch der Hase nicht beißt.

  7 Responses to “LBM 2010, die Zweite.”

  1. *ggg* Ach, wurdest du auch von dem Engel mit SECHS HARTEN Flügel erschlagen? *ggg* Das Mädel oben links (als der Dämon aus Death Note, nicht wahr?) habe ich auch gesehen – ich fand sie am originellsten. ^^

    Es ist wirklich inspirierend, deine Einträge zu lesen. *g*

    • Nein, die Dame hatte nur zwei Flügel, aber die haben gereicht um mir ins Auge zu pieken *g*
      Die Death-Note-Cosplayer waren wirklich eine Klasse für sich 🙂 Genial!

  2. Hi,
    ehe ich es mache, wollte ich fragen (auch wenn ich den Artikel unterstützt FF.de gelesen habe), um sicherzugehen. Ist es okay, wenn ich FF.de mit meiner Homepage verlinke?
    Viele Grüße!

  3. ich war auch da ^^
    aber irgendwie hats mir persönlich nicht so gefallen… o.o“
    ich war irgendwie n bisschen erschlagen von den (cosplayer-)massen oO“
    und ich schätz mal zu ner con sollte man nich allein gehn (was ich ja leider war) sonst kann mans nich richtig genießen… aber naja ein gutes weiß ich von diesem tag: ich hab mir ein richtig tolles buch gekauft ^^
    „Judassohn“ von Markus Heitz – sehr empfehlenswert, aber ich schätze man sollte zum besseren verständnis den ersten teil (Kinder des Judas (http://www.amazon.de/Kinder-Judas-Markus-Heitz/dp/3426662779/ref=sr_1_3?ie=UTF8&s=books&qid=1275069347&sr=8-3) ) gelesen haben, sonst könnte man stellenweise verwirrt sein 😉
    (http://www.amazon.de/Judassohn-Ein-Vampirthriller-Markus-Heitz/dp/3426652250/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1275069347&sr=8-1)

    lg =)

    Mairy

  4. Ach wie schön, dass du auch die Ryuk-Cosplayerin „Narmora“ (so zumindest heißt sie in den Tiefen des Animexx…^^) abgelichtet hast und sogar noch der Rest unseres Fantreffes im Hintergrund zu sehen ist.

    Ja, auch ich kenne dieses Gefühl, fast erstochen zu werden – im Zweifelsfall wundere ich mich selbst über meine plötzlich auftauchende Gelenkigkeit.

    Es war wirklich voll und teuer, wie immer. Und leider kommt es auch mir vor, dass Quantität eben nicht gleich auch Qualität bedeutet…

    Grüße,
    Hummel

    • Danke, jetzt weiß ich ihren Namen *g* Narmora ist eine wahnsinnig gute Cosplayerin! Ihr ward die „Death Note“ bzw. Shinigami-Truppe? Wow ^_^
      Ja, ihr ward, muss ich sagen, einer der wenigen Lichtblicke dort. Viele waren einfach nur etwas… naja. Viele gehörten eher zu der leider üblich gewordenen Gruppierung „Ich bin Chara XY im Streetlook!!!1!1“

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